Freiheit

Freiheit ist genau das tun zu können, was man möchte, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Tief ein- und ausatmen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen im Nacken zu haben. Freiheit ist loszulassen von Allem, was einen belastet. Freiheit war für mich früher nie von großer Bedeutung. Ich habe mich immer gefügt, den Normen und Erwartungen. Ich bin niemand, der auf seine Freiheit bestehen wollte. Im Gegenteil, bloß nicht „Nein“ sagen, auch wenn man eigentlich andere Pläne hatte. Doch mit der Zeit verändert man sich, man wird reifer und lernt die eigenen Bedürfnisse mehr zu schätzen. Dann kommst du wieder mit dem Kerl zusammen, denn dieses Mal wird bestimmt alles anders. Und tatsächlich wurde es anders, denn ich habe endlich gelernt, was Freiheit bedeutet und wie wichtig sie ist. Du erstickst an Unsicherheit, Isolation und an der Forderung in eine andere Stadt zu ziehen, damit wieder mehr Kontrolle gewonnen wird und all die negativ gesammelten Erinnerungen der alten Stadt ausgelöscht werden können. Wegrennen hilft nicht, Verletzungen bleiben. Ich hab mich für meine Freiheit entschieden und du?

 

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Veränderungen

Es ist deine Wahrnehmung, die sich verändert hat, weil du selbst von heute auf morgen ein anderer geworden bist…

 

Veränderungen sind wichtig und starten mit dir selbst. Erst wenn du den Entschluss triffst, etwas verändern zu wollen, wandelt sich dein Leben. Sie treiben dich an, auch wenn sie anfangs ängstigen. Daraus kann Großes entstehen, du musst nur mutig genug sein, den Schritt zu gehen. Die wirklich großen Dinge im Leben entstehen nicht, wenn du in deiner Komfortzone verweilst und an alten Gewohnheiten festhältst. Also bleib nicht stehen, trau dich und riskiere etwas. Und vor allem, mach es für dich selbst und nicht für eine andere Person, schließlich ist es dein Leben, auf das du später zurückblickst und hoffentlich zufrieden lächelnd sagst: „War nicht immer ganz leicht, aber es hat sich gelohnt.“ Ändere deine Blickrichtung.

„Manche Veränderungen kommen über Nacht. Du gehst abends zu Bett, schläfst ruhig und tief und am folgenden Morgen erwachst du und stellst fest, dass alles anders ist als zuvor. Du kannst dir nicht erklären, was geschehen ist, denn die Sonne ist aufgegangen wie an jedem Morgen, und da hängt immer noch dieses Bild an der Wand, das du längst abhängen wolltest. Die Farben der Welt sind dieselben geblieben. Nur bei genauerem Hinsehen glaubst du zu entdecken, dass sie eine Spur heller oder dunkler als bisher erscheinen, doch das ist eine Täuschung: Es ist deine Wahrnehmung, die sich verändert hat, weil du selbst von heute auf morgen ein anderer geworden bist. Und deshalb hängst du jetzt auch dieses verdammte Bild ab.“ Andreas Steinhöfel – Die Mitte der Welt

 

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