Ein letztes Glühen, dann ist sie fort

Ein letztes Glühen,
dann ist sie fort.
Welch bittersüßes Lebewohl.

Es zerreißt mich,
raubt mir alle Sinne.
Erneut allein
unter doch so vielen,
die so einsam, freudlos strahlen.

Werd ich sie wiedersehen?
Was gäb ich drum,
und wär es nur
ein letztes Mal.
Ein letztes zartes Flimmern.
Ohne Zweifel,
ihre Hitze macht mich süchtig.

Doch was seh ich da,
ist es denn möglich?
Sie ist’s wahrhaftig.
Erhaben steigt sie langsam auf.
Könnt ich sie einmal nur berühren.
So verneig ich mich und zoll den Tribut
als Gefangener der Dunkelheit.
In ihrem Strahlen liegt mein Tod,
doch die Liebe hält mich am Leben.
Wir sind zwar lebenslang entzweit,
doch in Ewigkeit verbunden.

 

Klagen des Mondes.

 

 

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Eben noch so klein

Schau dich an.
Eben noch so klein,
jetzt bist du groß.
Es scheint als habe die Zeit
zu rechnen verlernt.
Doch bin es ich,
der sich verloren
im Trubel der Unendlichkeit.

Des Teufels Diener sind deine Begleiter.
Voller Sehnsucht erwartest die Nacht.
Die Flut der Gedanken bricht ein.
Deine Mauer wächst,
Stein für Stein,
mein für dein.

 

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